Sonntag, 30. Juni 2013

I - Syrakus - Ortigia und der Dom


Vom Archäologischen Park ging es durch die Stadt Richtung Ortigia, dem auf einer Insel gelegenen, historischen Zentrums von Syrakus. Durch Ortigia bummeln ist sehr schön, schmale Gassen, aufgelockert durch edle Plätze, hübsche Palazzi, immer mal wieder belebt durch Trattorien und Bars. 

Siracusa Dom

Siracusa Dom Fassade

Siracusa Dom Fassade 2

Zentrum von Ortigia ist der Prachtplatz Piazza del Duomo, umgeben von prachtvollen Palazzi - im Mittelpunkt der Dom. Die Fassade stammt aus dem 18. Jahrhundert. Er steht auf der Stelle der antiken Akropolis. Nur ein paar dicke dorische Säulen sind aus dem 5. Jhd. v. Chr. übrig, sie sind im Inneren des Doms verbaut. 

Siracusa Dom innen

Siracusa Dom innen 3

 Siracusa Dom innen 2

 Siracusa Dom Saeulen

 Siracusa Dom Schatten

An der Westseite von Ortigia gibt es eine Meerpromenade mit einer wunderbaren Baumallee, hier kann man in Ruhe sitzen, flanieren, Leute beobachten, sonnen.

Siracusa Promenade 2

Siracusa Promenade

Freitag, 28. Juni 2013

Aus der Marketinghölle ...


Eigentlich sollte man schon einmal darüber schlafen, bevor man sich aufregt. Aber so lange will ich mein altes Hirn nicht belasten. Deshalb: Aus welcher Marketinghölle entstammt denn dieser Buchtitel?

Habemus Pasta - Die Nudelbibel 
(99Pages Verlag GmbH Hamburg, 26 Euro)

Ein Rezensionsexemplar davon flatterte ins Haus. Fangen wir mal mit dem Positiven an. Der Leineneinband, die Schnittverzierung in Gold und das Lesebändchen - Daumen hoch, das ist hochwertig. Ob ich jetzt unbedingt bei einem Kochbuch einen Leineneinband brauche, sei mal dahingestellt.

Aber dann, aber dann - dann fällt es ab. Die Seiten im Inneren haben einen unschönen  Gelbstich, es wirkt fast, als wären sie vergilbt. Vielleicht soll das so sein, wirkt aber eher dreckig. Die Collagen aus Fotos, die die katholische Kirche in Rom mit der Pasta verbinden, sind weder stilvoll, noch witzig oder irgendwie logisch, sondern geschmacklos und verstörend. Die Mischung aus diesen Collagen und den Fotos zu den Rezepten verwirrt und ergibt ein uneinheitliches Bild. Von einer "Bibel" würde ich doch einen gewissen Umfang erwarten, im Vergleich ist dieses Kochbuch relativ dünn (100 Seiten). Spätestens jetzt hätte ich das Buch wieder in der Buchhandlung zurück ins Regal gelegt.

Es kommt aber noch schlimmer - das Buch ist voller Schenkelklopfer, von denen nicht einer komisch ist; alle Rezepte tragen "pseudo-biblische-lateinische" Namen wie

        Lobet den Kern - Gefüllte Nudel mit grünen Bohnen und Portulak
        Befleckte Empfängnis - Süße Tagliatelle mit Himbeersorbet
        Bis der Sud Euch scheidet - Raviolo mit Brathähnchen im Geflügelsud
        Veni, vidi, Venus - Muschelnudeln
        Wer's kaut, wird selig - Schokoladen-Cannelloni mit Feige, Cassis und Haselnusseis
        Pasta unser - Zweifarbige Nudelteigblätter mit sanft gegartem Saibling
        ...

Eigentlich sollte es in diesem Buch um Pasta-Rezepte gehen, und wenn ich mich wirklich, wirklich bemühe, dann lese ich zwischen diesen abschreckenden Fotos und den "witzigen" Bezeichnungen einige interessante Rezepte und Zutatenvarianten, die man ausprobieren könnte - wenn man sich nicht jedes Mal beim Zur-Hand-Nehmen des Buches aufregen müßte. Die Variantionen sind durchweg auf hohem Niveau und bieten manche Herausforderung. Hier wird das, was der Koch sicher mit Liebe zum Detail ausgeführt hat und von den Stylisten auch gut in Szene gesetzt wurde, vom Drumherum eingerissen. Schade.

Ich mach das jetzt so - der Koch Manuel Weyer, Leiter der Johann-Lafer-Kochschule, soll ja nicht völlig untergehen: Ich fotographiere jetzt mit dem Wischphone die interessanten Rezepte ohne Überschrift für mich ab. Und dann schenke ich das Buch weiter - nur wem?
Anmerkung: Dieses Buch wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich wurde für diesen Blogpost weder bezahlt, noch hat man Einfluß auf die Bewertung genommen. Wie in meinem Impressum hinterlegt, hätte ich auch nicht darüber schreiben müssen.
Und noch eine Bemerkung in eigener Sache - die auch für die anderen Kochblogger unter meinen Lesern interessant sein könnte: Dieser Blogbeitrag kommt ohne Fotos des Buches aus. Denn es ist dringend abzuraten, eigene Fotos ohne Zustimmung des Urhebers einzubinden, selbst wenn ein explizites Rezensionsexemplar vorliegt.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Grappa-Kuchen mit weißer Schokolade


Grappa und weiße Schokolade - was für eine Kombination! Diesen Kuchen mußte ich doch nachbacken, das Original stammt aus dem italienischen Blog Cannella e Mela.
Der Rührkuchen ist fein und saftig, schmeckt sehr gut. Die Glasur aus Schokolade und Sahne macht den Kuchen zwar noch einen Tick saftiger, aber so richtig "durchschlagend" ist der Erfolg geschmacklich nicht. D.h. aus der Grappa-Kuchen mit Schokolade würde beim nächsten Mal nur noch ein Grappa-Kuchen werden. :-)

Grappakuchen

Grappa-Kuchen mit weißer Schokolade   
(Im Original ein Form mit 18 cm Durchmesser und 10 cm Höhe. Bei mir eine 23 cm Gugelhupfform.)

Teig
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl (Weizen 405)
  • 200 g Butter, geschmolzen
  • 200 g Zucker
  • 200 g Milch
  • 100 g Grappa
  • 1 1/4 Teelöffel Backpulver
  • abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange
  • 1 Prise Salz
Für die Glasur
  • 75 g weiße Schokolade
  • 80 ml Sahne
Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Form ausfetten.

Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, bis sich ihr Volumen fast verdreifacht hat. Dann das Mehl vermischt mit Backpulver, Salz und Orangenschale vorsichtig unterheben. Schließlich nacheinander Milch, Grappa und die geschmolzene Butter zugießen und unterrühren.
   
Den Teig in die Form und für 50 Minuten backen.

In einem Topf bei kleiner Hitze die Sahne erwärmen und die Schokolade darin schmelzen. Diese Schokosahne dann langsam über den Kuchen gießen, so daß er möglichst viel der Flüssigkeit zieht. 

Grappakuchen Stueck

Dienstag, 25. Juni 2013

Orecchiette al sugo di salsiccia


Freitagmorgen gabs bei Metzger selbstgemachte Salsiccie, die ich natürlich sofort mitnahm. Aber so richtig Ahnung hatte ich noch nicht, was ich damit anstellen sollte. Schnell mußte es gehen, denn der Arbeitstag war bis spät vollgepackt.
Da twitterte LLcurly mittags, daß es bei ihm gleich Strozzapretti mit Salsiccie geben wird. Gefragt nach dem Rezept paßte die Antwort in 140 Zeichen:


Damit war für mich das Abendessen geklärt - genauso gemacht, mit frischer, selbstgemachter Tomatensauce ein tolles Sommer-Balkon-Abendessen:

Salsiccie roh

Sugo Salsiccie

Sonntag, 23. Juni 2013

I - Syrakus - Parco Archeologico della Neapoli


Während unserer November-Woche in Taormina haben wir uns für einen Tag ein Auto gemietet und sind in den Süden nach Syrakus gefahren. Hauptziel war der Archäologische Park. Ich stehe ja auf alte Steine und die Römer und die Griechen.
Wir waren fast allein im Parco Archeologico bei traumhaftem November-Wetter um gut 25°C. 

Siracusa Amphitheater Eingang

Der Rundgang beginnt im Anfiteatro Romano aus dem 3. Jhd. n. Chr. Das Theater ist, wie das so gut wie alles in diesem Park stark zerfallen, nicht besonders hergerichtet oder gepflegt. Aber man bekommt trotzdem eine Ahnung von der großen Grundfläche - nur wenig kleiner als die Arena von Verona. 

Siracusa Amphitheater

Gleich neben dem Amphitheater befindet sich der riesige Altar des Hierons aus dem 3. Jhd. v. Chr. Auch hier sind nur noch die Fundamente erhalten, aber die Maße von 198 m × 22,8 m lassen es doch realisierbar erscheinen, daß man hier gleichzeitig bis zu 450 Ochsen geopfert hat. 

Siracusa Altar Hierons

Die Hauptattraktion des Geländes ist das Teatro Greco, das griechische Theater von Syrakus. Das zwischen dem 5. und 2. Jhd. v. Chr. ge/umgebaute Theater faßte bis zu 16000 Zuschauer. 

Siracusa Blick

Siracusa Theater 3

Siracusa Theater 2

Siracusa Theater

Die für diese Bauten notwenigen Kalksteinblöcke wurden in unmittelbarer Nähe, in den Steinbrüchen (Latomia del Paradiso) geschlagen. Inzwischen ist das Gelände mit Orangen und Olivenbäumen bewachsen. Ein paar Spazierwege führen hindurch. Durch den Anbau entstanden auch Grotten, u.a. die ganz wunderbare Orecchio di Dionisio (Ohr des Dionysios), die die Form einer Ohrmuschel hat. Fast 23 m hoch und 65 m tief beeindruckt sie durch eine tolle Akustik. Sie liegt unter den oberen Sitzreihen des griechischen Theaters. 

Siracusa Ohr des Dionysios

Auf dem Gelände fanden wir am Kartenhäuschen diese Trennung vor. :-)

Siracusa Katzen Hunde

Parco Archeologico della Neapolis Siracusa
Eintrittspreis im November 2013: 8 Euro
Öffnungszeiten: März - September täglich 9 - 18 Uhr, Oktober - Februar 9 - 15 Uhr (sonntags nur bis 13 Uhr)